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Herzlich Willkommen

Stellungnahme des Referates Schule und Religionsunterricht der Kirchenverwaltung und der Kirchlichen Schulämter der EKHN zu den Demonstrationen von Schülerinnen und Schülern für eine zukunftsfähige Klimapolitik unter dem Motto „Fridays for Future“
3. Mai 2019

 

Seit Monaten demonstrieren Schülerinnen und Schüler unter dem Motto „Fridays for Future“ in zahlreichen deutschen Städten jeden Freitag für eine zukunftsfähige Klimapolitik. Sie sind damit Teil einer weltweiten Bewegung, die im August 2018 in Stockholm ihren Anfang nahm. Seitdem verbreitet sich diese Bewegung in immer mehr Ländern und Städten. Gerade erst wurde ein Papier mit Forderungen an Verantwortliche in Politik und Gesellschaft vorgestellt, das die Notwendigkeit konkreter Handlungsschritte unterstreicht.

 

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau begrüßt das Engagement der Schülerinnen und Schüler ausdrücklich. Auch für sie sind angesichts der massiven Gefahren eines Klimawandels Nachhaltigkeit und Klimaschutz schon seit längerer Zeit zu Prinzipien kirchlichen Handelns geworden. Als Teil des weltweiten konziliaren Prozesses – eines Lernweges christlicher Kirchen – zu „Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ setzt die EKHN ein Klimaschutzkonzept um, mit dem sie ihren Beitrag zu den völkerrechtlich bindenden Vereinbarungen der Weltklimakonferenz von Paris leisten will.

 

Gegenwärtig nehmen wir wahr, dass die Demonstrationen neben Diskussionen über Umweltschutz und eine zukunftsfähige Klimapolitik zunehmend auch eine gesellschaftliche Debatte über die Schulpflicht in Deutschland auslösen, insofern Schülerinnen und Schüler bewusst dem Unterricht fernbleiben, um die Öffentlichkeit auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

 

Schulpflicht ist und bleibt wichtig und notwendig. Untern anderem auch deshalb, weil gerade sie durch nachhaltige Bildungsprozesse dazu beiträgt, dass sich Schülerinnen und Schüler ihrer Verantwortung für die Gesellschaft und diese Welt bewusst werden. Und dass sie bereit sind, diese Verantwortung durch Argumente so wahrzunehmen, dass diese Aufmerksamkeit erlangen. Bildung darf keinem Selbstzweck dienen. Sondern muss sich auch in den Dienst des Gemeinwohls stellen.

 

Wir sehen derzeit die Gefahr, dass die öffentliche Debatte um die Freitagsdemonstrationen zu sehr auf schulrechtliche Perspektiven verengt wird, so dass dabei das Anliegen der Schülerinnen und Schüler aus dem Blick gerät.

 

Deshalb treten wir dafür ein, dass die Freitagsdemonstrationen zuallererst als Lernchance eines Dialogs aufgegriffen werden: eines Dialogs zwischen unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft, eines Dialogs zwischen den Generationen, eines Dialogs zwischen Jugendlichen und Verantwortlichen in der Politik. Als Lernchance für einen Austausch über eine zukunftsfähige Klimapolitik. Wie sind der Meinung, dass unsere demokratische Gesellschaft auf solche Dialogmöglichkeiten und Lernchancen in hohem Maß angewiesen ist.

 

Daher treten wir dafür ein, dass das Anliegen der Schülerinnen und Schüler nicht auf den Straßen verhallt. Sondern auch im Unterricht – nicht nur im ev. Religionsunterricht – noch deutlicher als bisher aufgegriffen wird, z.B. durch fächerverbindende Unterrichtsprojekte, pädagogische Tage und Projekttage. Nicht nur an den Freitagen. Sondern auch darüber hinaus. Schließlich sogar – wo es nötig ist – durch entsprechende thematische Anpassungen oder Erweiterungen der Lehrpläne.

 

Vor diesem Hintergrund halten wir die Androhung restriktiver Maßnahmen wie z.B. Bußgeldforderungen gegen die Erziehungsberechtigten von Schülerinnen und Schülern, die wegen der Teilnahme an den Demonstrationen dem Unterricht fernbleiben, nicht für zielführend.

 

Wir treten dafür ein, dass in der Praxis sowohl der besonderen Bedeutung des Anliegens der Demonstrationen, als auch der Schulpflicht gebührend Rechnung getragen wird. Dies bedeutet einerseits, dass Schülerinnen und Schüler einen Antrag auf Befreiung vom Unterricht stellen, wenn Demonstrationen während der Unterrichtszeit stattfinden. Andererseits, dass die Schulen solche Anträge nicht vorschnell abweisen.  Sondern ihr Ermessen, das sie bei der Entscheidung über den Antrag auf Unterrichtsbefreiung haben, so ausüben, dass auch die Grundrechte der Schülerinnen und Schüler auf freie Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit berücksichtigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

HERZLICH WILLKOMMEN BEIM KIRCHLICHEN SCHULAMT DARMSTADT

 

Das Kirchliche Schulamt Darmstadt nimmt die aufsichtliche Verantwortung der Kirche für den Religionsunterricht, die Lehrkräfte, die Schulpfarrstellen und die Schulseelsorge sowie für die Kooperation von Kirche und Schule wahr.

 

Wir sind Ihr kirchlicher Ansprechpartner in allen Fragen:

  •  der Fach- und Dienstaufsicht des Religionsunterrichtes
  •  der Personalentwicklung und  des Personaleinsatzes
  •  der vorläufigen Zustimmung zur Erteilung von Religionsunterricht und der   endgültigen Bevollmächtigung
  •  des konfessionellen Religionsunterrichtes und der konfessionellen Kooperation mit der katholischen Kirche
  •  der Schulpfarrstellen
  •  der Schulseelsorge
  •  der Zusammenarbeit von Kirche und Schule

 

Das Kirchliche Schulamt Darmstadt ist eines von fünf Kirchlichen Schulämtern der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau für die Begleitung und Unterstützung der religionspädagogischen Arbeit in Schule, Dekanat und Kirchengemeinde.

 

Das Kirchliche Schulamt Darmstadt ist zuständig für Religionslehrerinnen und Religionslehrer, Pfarrerinnen und Pfarrer, sowie für Schulleitungen, Gemeinden und Dekanate im Bereich des Staatlichen Schulamtes Darmstadt/Darmstadt-Dieburg und des Staatlichen Schulamtes Bergstraße/Odenwaldkreis

 

 

Wir wollen die Wahrnehmung, die Wertschätzung und die Entwicklung des Religionsunterrichtes und der kirchlichen Mitgestaltung von Schule fördern durch:

  • die Unterstützung von Lehrkräften, Pfarrer/-innen, sowie von Schulseelsorger/-innen
  • die Entwicklung und Qualitätssicherung des Unterrichtes
  • die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Religion
  • eine gute Kooperation von Kirche und Schule

 

Unterstützung von Lehrkräften, Pfarrer/-innen und Schulseelsorger/-innen

Wir bevollmächtigen und beauftragen Religionslehrerinnen und Religionslehrer für den Religionsunterricht und unterstützen sie in ihrer Arbeit.

Wir setzen Pfarrvikarinnen und Pfarrvikare, Gemeindepfarrerinnen und Gemeindepfarrer in Religionsunterricht und Schule ein und stärken sie in ihren religionspädagogischen Aufgaben.

Für ihren besonderen Dienst in Religionsunterricht, Schulseelsorge und Schule gewinnen wir Schulpfarrerinnen und Schulpfarrer und begleiten sie in der Entwicklung ihres Arbeitsfeldes.

 

Entwicklung und Qualitätssicherung des Unterrichtes

Wir stärken den Religionsunterricht als eine Kernaufgabe christlicher Erziehung und Bildung in der Schule.

Wir nehmen Verantwortung für den konfessionellen Religionsunterricht wahr. Zugleich ermöglichen wir Wege der konfessionellen Zusammenarbeit und eröffnen Zugänge zum interreligiösen Lernen.

Wir beraten Fachkonferenzen in allen fach- und dienstaufsichtlichen Fragen des Religionsunterrichtes.

 

Gute Rahmenbedingungen für Religion

Gemeinsam mit Schulleitungen und Staatlichen Schulämtern schaffen wir gute Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht und sorgen für die Abdeckung des Unterrichtes.

 

Kooperation von Kirche und Schule

Durch die Zusammenarbeit mit Dekaninnen und Dekanen, Dekanatsbeauftragten für Religionsunterricht und Dekanats-Synoden unterstützen wir die kirchliche Bildungsarbeit in Schulen, Gemeinden und Dekanaten und entwickeln sie weiter.

Wir pflegen eine gute Kommunikation und Kooperation von Schule und Kirche vor Ort und in der Region.

 

 

Für Fragen der Fachberatung, der Fort- und Weiterbildung, sowie der religionspädagogischen Vikarsausbildung ist das Religionspädagogische Institut und seine Regionalstelle Darmstadt zuständig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neuigkeiten

 


 

Sie finden uns in der
Heidelberger  Straße 44, 64285 Darmstadt.

Die Straßenbahnlinien 1, 7 und 8 halten direkt vor dem Haus.
Parkmöglichkeiten gibt es nur begrenzt in den umliegenden Straßen.

 

Rechtsquellen online

Auf die meisten Fragen zur Organisation von Religionsunterrricht, zu Rechten und Pflichten von Schulleitungen, Lehrkräften und Gemeindepfarrer/inn/en geben Rechtsquellen eine verbindliche Antwort. Wir haben diese Texte für Sie zum nachlesen und herunterladen zusammen gestellt. Öffnen Sie dazu in der Menüleiste die Seite Rechtsgrundlagen und klicken Sie danach auf den Link Rechtliche Grundlagen zum Religionsunterricht.